Zu Weihnachten wird die Krippe aus Sachsen aufgestellt. Der östliche - oder doch einfach: Josef ? - kniet vor dem Christkind. Als Deutschland noch in DDR und BRD geteilt war, ließen die politischen Vorgaben keine gemeinsame Kirche in Ost und West zu. Die evangelischen Westkirchen nahmen sich aber die Freiheit zu einer Partnerschaft mit den Ostkirchen: Die Hannoversche Landeskirche beschloss eine Patenschaft nach Sachsen. - Die Kirchenkreise nahmen Kontakt zu einem Patenkreis auf: Wesermünde zu Stolberg (im Süden der DDR). Und Beverstedt, damals noch zusammen mit Lunestedt, nahm Verbindung auf nach Niederzwönitz zur Kirche St. Johannis. Der Frauenkreis schickte mit Pastor Kaufmann Pakete von West nach Ost - auch Briefe. Ab und zu kam ein Kirchenmann aus dem Westen in den Osten! - Die Pakete wurden weniger - die Briefe auch. - Aber ganz rissen die Kontakte doch nicht ab: Aus Beverstedt fuhren mal Jugendliche nach Zwönitz und erlebten den Winter des Erzgebirges. Der Posaunenchor Beverstedt / Lunestedt plante eine Fahrt nach Zwönitz - da kam die Grenzöffnung dazwischen: Als es möglich war, auch von Ost nach West zu reisen, besuchten die Zwönitzer zuvor aus eigener Initiative Lunestedt. Die Posaunisten reisten aber doch noch nach Osten. Die Partnergemeinde (es sollte ganz deutlich werden, dass es nun keine Patengemeinde mehr war) wurde zum Kirchweihjubiläum eingeladen. Und nun gibt es viele Reisen - hin und her! Im Verlauf dieser Partnerschaft kam Anfang der 70-er Jahre aus dem Erzgebirge (von Thomas Thierfelder aus Zwönitz, Rathausstr. 18) die Weihnachtspyramide nach Hollen - in Einzelteilen: Jonny Zimmermann musste sie zusammensetzen, bevor sie nun alljährlich in Lunestedt zur Weihnachtszeit erinnert: zuerst natürlich an die Christgeburt - aber eben doch auch: an die Zeit, als es noch DDR und BRD gab!